Reiterfreizeit in Legelshurst

Donnerstag 09.- Sonntag 12. Mai 2013

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde unter diesem Motto standen die vier schönen, lustigen und ruhigen Tage, die wir auf einem Gestüt mitten auf dem Land, ganz in der Nähe der französischen Grenze, verbrachten. Wir, die neun Kinder und zwei Betreuerinnen (Lena Heinisch und Thea Herde) ließen uns trotz des trüben und kalten Wetters unsere gute Laune nicht verderben und hatten eine Menge Spaß mit den Pferden und dem restlichen Rahmenprogramm.
 
Am Donnerstag nach Ankunft wurde das Gepäck in die drei verschiedenen Ferienwohnungen gebracht und anschließend wurden fleißig Brote geschmiert und Obst und Gemüse für das Mittagessen geschnitten. Nachdem alle gestärkt waren, und die Zimmer eingerichtet, begann ein aufregender Wickingerschachnachmittag. Da wir am ersten Tag noch keinen Reitunterricht hatten und das Wetter glücklicherweise zumindest am Donnerstag schön war, nutzten wir die große Wiese  für einige Partien, bei denen die Holzklötze geschickt umgeworfen wurden und daraufhin häufig die Seite wechselten. Abends wurden wir von den Gestütseigentümern zum Grillen eingeladen. Anschließend spielten die Gruppe, wie jeden Abend, Werwolf, so dass sogar der ein oder andere in der folgenden Nacht davon träumte.

Am Freitagmorgen stand endlich die erste Reitstunde auf dem Programm, die nun schon sehnlichst erwartet wurde. Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es ab in den Stall, dort wurde jedem Kind ein Pferd zugeteilt, welches es zu putzen galt. Als alle Pferde sauber waren und das Reitgeschirr angelegt bekommen hatten, konnte es losgehen. Reitunterricht in der großen Reithalle, da hatten die Kinder nun schon lange drauf gewartet, sie waren alle glücklich als es endlich losging. Am Nachmittag stand ein Geländespiel auf dem Programm, für das die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt wurden, in denen es verschiedene Aufgaben zu lösen galt. Beispielsweise sollten Blumenketten und schwimmende Boote aus Naturmaterialien gebastelt werden, ein Gedicht über Pferde geschrieben und ein kleiner Sketch ausgedacht und aufgeführt werden. Am Ende wurden Punkte für die erfüllten Aufgaben verteilt. Mit einem klitzekleinen Vorsprung konnte die eine Mannschaft sich durchsetzen und sich damit die Gummibärchen, die es zu gewinnen gab, sichern.
Die Kinder wurden für die vier Tage in kleine Gruppen für den Küchendienst eingeteilt. Somit konnte jeder einmal helfen und seine / ihre  Kochkünste mit einbringen. Am Freitagabend gab es Kartoffelbrei mit Nürnberger Würstchen.

Am Samstag war der Himmel leider eher grau und draußen war es recht kalt und nass. Das störte uns aber nicht, denn wir hatten vormittags und nachmittags eine Reitstunde. Unsere Reiter lernten fleißig verschiedene Figuren, richtig auf den Pferden zu sitzen und diese zu lenken, zu traben und einige durften nach ein paar Übungseinheiten sogar galoppieren. Die Reitstunden und auch die gesamten Tage gingen viel zu schnell vorbei und somit war schon der letzte Abend angebrochen. Auch am dritten Abend stand wieder Werwolf auf dem Plan. Es wurden neue Spielfiguren erfunden und somit  wurde keinem langweilig, sogar unser jüngster Teilnehmer (7 Jahre) nahm begeistert teil und wollte gar nicht mehr aufhören zu spielen. Aber Reiten ist zwar sehr schön, kann aber auch anstrengend sein und deshalb fielen dann doch dem ein oder anderem bald die Äuglein zu.

Der letzte Tag begann schon etwas früher als die beiden vorangegangenen. In der Reitstube, unserem Gemeinschaftsraum mit Blick in die Reithalle, frühstückten wir und dann ging es wieder zu den Pferden. Sie wurden geputzt und fertig gemacht für den anstehenden Ausritt. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Der Ausritt konnte nicht stattfinde, an Stelle dessen folgte eine weitere Reitstunde in der Halle. Die begeisterten Reiter konnten also noch weitere Figuren lernen und durch die Halle traben und waren deshalb gar nicht traurig über den ausgefallenen Ausritt. Anschließend mussten die Taschen leider schon wieder gepackt werden. Zum Mittagessen gab es eine einmalige selbstgemachte Pizza, die aus einer Menge verschiedenster Zutaten bestand und von allen mit Begeisterung verzehrt wurde. Nach dem Essen gingen wir zum letzten Mal in den Stall und verabschiedeten uns von den Pferden, Ponys und den Hunden.

Vielleicht sehen wir sie ja im nächsten Jahr wieder ;)